Malerei

Christof Klemmt zeigt Darstellungen von Portraits, Landschaften und Farbräumen in Öl auf Leinwand und Aquarell auf Büttenpapier, in denen ein wesenhafter Ausdruck durch einen informellen Moment schemenhaft sichtbar wird. Klemmt erforscht die Möglichkeiten von Nicht-Formen und Formen. Die Farbe ist dabei Inspirationsquelle und Widerstand zugleich. Aus der Formung des Materials entsteht der Charakter des Bildes, mit ihm tritt die Bildmaterie in Erscheinung.

 

Die Impulse für seine Werke werden durch Auseinandersetzung von Naturbetrachtungen, Menschenbegegnungen, Kulturgeschichte, Urknalltheorien und Metaphysik verdichtet. Christof Klemmt verwendet manchmal selbst geschöpfte Farbpigmente aus gesammelten Erden, die er von Reisen mitbringt. Zudem malt der Künstler teilweise mit rotierenden Pinseln, die durch einen Motor angetrieben werden und damit dem Bildausdruck einen grotesken Bildausdruck verleihen. Sonnenblumenöl und spezielle Harze verwendet der Maler Christof Klemmt als Malzusatz, wenn er die Farbe expressiv aus dem Gemälde explodieren lässt; somit können die Trocknungsprozesse bis zu 80 Jahre dauern. Die Zeit unterstützt dabei die Charakterbildung der Werke.

 

 

 

Prosa

Die Texte erweitern in Klemmts Werk den Kunstbegriff, sie könnten auch

Bildtitel oder Motivbeschreibungen sein. Der malerische und bildhafte Schreibstil

verbindet durch seine komplexen Wortgewebe die bildende Kunst mit einer

Literaturform. In Ausstellungen in denen Malerei und Prosa gleichzeitig präsentiert wird,

schreibt der Künstler mit Zahnpasta direkt aus der Tube die Prosatexte auf Wände und

Böden der Galerie. Bei dieser Inszenierung der Textpräsentation wird die Zahnpastatube

zum Schreibgerät erklärt.